Beim kathodischen Korrosionsschutz (KKS) wird an die zu schützende Bewehrung ein gezielt gesteuertes elektrisches Potential angelegt. Mithilfe einer zusätzlich angebrachten Anode entsteht ein kontrollierter Potentialunterschied, durch den der elektrochemische Korrosionsprozess wirksam gestoppt werden kann. So lassen sich die Tragfähigkeit und die Lebensdauer von Stahlbetonbauwerken langfristig sichern.
Als Anoden kommen häufig Titananoden mit Mischmetalloxid-Beschichtung oder alternativ Carbon-Anoden zum Einsatz. Durch dieses System wird die Bewehrung dauerhaft in einen kathodischen Zustand versetzt, wodurch Korrosion unterdrückt wird. Die für die Korrosion notwendigen chemischen Reaktionen werden dabei mithilfe des elektrischen Stroms gezielt auf die extern angeordnete, inert wirkende Anode verlagert.
Die Bestandteile:
- Titan-Anoden mit Mischmetalloxid-Beschichtung werden in oder auf dem Beton installiert und werden mineralisch angekoppelt.
- Eine externe Gleichstromquelle erzeugt eine Schutzspannung, die einen Schutzstrom in die Bewehrung einspeist.
- Die Bewehrung wird elektrisch negativ geladen – Korrosionsprozesse werden gestoppt.
- Anschließende kontinuierliche Überwachung sichert langfristige Funktion und Wirksamkeit.